Der Beruf des "Bleiglaser"

Der heutige Bleiglaser arbeitet immer noch genau so wie vor 500 Jahren. Allein die Hilfsmittel haben sich modernisiert.

So werden auch noch heute mit Hand die Glasscheiben geschnitten und mit dem Blei verbunden.

Die Bleiruten kommen aus der Fabrik, aber gelegentlich giessen und bearbeiten wir noch unser eigenes Profilblei, wie es im Mittelalter und auch noch zu Zeiten der DDR üblich war.

Im Mittelalter konnten noch keine größeren Glasscheiben hergestellt werden. Deshalb fügte man viele kleinere Scheiben zu einem Fenster zusammen. Bis heute wird dafür ein H-förmiges Bleiprofil verwendet.

Die Technik der Bleiverglasung blühte mit den Sakralbauten des 13.Jahrhunderts auf und hatte zur Zeit des Jugendstils den vorläufig letzten Höhepunkt.

Heute bewahren moderne Schutzverglasungen die Bleiverglasungen vor Umwelteinflüssen und bieten optimale Wärmedämmung im Einklang mit denkmalpflegerischen Gesichtspunkten.

In unserer Malerei

Auch das Handwerk der Glasmalerei hat sich im Laufe der Zeit im Kern nicht verändert.
Unsere Glasmalfarben bestehen wie im Mittelalter aus Metalloxiden und einem Glasfluss.

Die Farben werden bei ca. 600°C in die Glasoberfläche eingebrannt.

Wie Sie sich überzeugen können, werden durch diese traditionelle Technik Glasmalereien mit Farben von wunderbarer Leuchtkraft geschaffen:

Kirche St.Marien, Kamenz-Restaurierung Ausschnitt

Eine Ausbildung zum Bleiglaser gibt es heute nicht mehr. Der übliche Weg geht über die Ausbildung zum Glaser mit anschließender Spezialisierung zum Kunstglaser, Bleiglaser oder Glasmaler!

Interessierten bieten wir gerne die Möglichkeit, ein Praktikum in unserer Firma zu absolvieren.

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